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    Melatonin und die Entstehung von Krebs



    Wenn sich unter dem Einfluß des Melatonins Zellen langsamer teilen, und Gewebe nicht mehr so schnell wächst, so hat dies zweifellos auch seine Bedeutung auf die Entstehung von Krebs, der sich ja durch ein ungehemmt schnelles Zellwachstum auszeichnet. Beim Prostatakarzinom konnte man als erstes den Einfluß des Melatonins auf die Tumorentstehung illustrieren. Patienten mit diesen Malignom haben deutlich niedrigere Melatoninspiegel als gesunde Männer in der gleichen Alterskategorie. Dies war nicht erstaunlich, da man ja schon seit längerer Zeit wußte, daß Melatonin die Hormonproduktion der Frau, aber auch des Mannes reduziert. Das Testosteron des Hodens ist für die Entwicklung und für die Entstehung des Prostatakarzinoms von großer Wichtigkeit. Durch seine Fähigkeit, in den männlichen Keimdrüsen die Testosteronbildung zu verlangsamen, hat sich das Melatonin wahrscheinlich die Fähigkeit erworben, vor hormonabhängigen Tumoren, wie es z. B. das Prostatakarzinom eines ist, zu schützen. Die Situation ist allerdings komplexer und soll nicht simplifiziert werden: Nicht jeder Mann mit einem hohen Melatoninspiegel ist vor dem Prostatakarzinom geschützt, genauso wie nicht jeder männliche Zeitgenosse mit einem niedrigen Melatoninspiegel an diesem Malignom erkrankt. Allerdings ist die Tendenz durch zahlreiche unabhängige Untersuchungen verifiziert: ein niedriger nächtlicher Melatoninspiegel ist ein zusätzlicher Risikofaktor für die Ausbildung dieses Krebses.

     

    Ob für den zweiten hormonabhängigen Tumor das gleiche gilt, wird derzeit nur vermutet, wiewohl manches dafür spricht: Frauen die ein Mammakarzinom entwickeln, zeigen in der Nacht ebenfalls einen niedrigeren Melatoninspiegel auf, als ihre gesunden Altersgenossenen.

     

    Die krebsschützende und die gefäßprotektive Wirkung des Melatonins hat wahrscheinlich noch andere Ursachen: wie das Vitamin C, die Ascorbinsäure, das Vitamin E und das Östradiol ist das Melatonin in der Lage, freie Radikale zu binden, die die Ursache der Zellzerstörung und des Alterungsprozesses sind. Das Melatonin ist ein derartig kleines Molekül, das auch in jene Zellen und Zellzwischenräume eindringen kann, in die z. B. das Vitamin E nur schwer hinkommt. Vor allem in bestimmten Hirnanteilen, aber auch in der Gefäßwand selbst ist es mitunter derartig eng, daß nur Kleinstmoleküle eindringen können; dazu zählt das Melatonin, das auch auf engsten Raum die noch kleineren, tödlichen Radikale sucht, findet und auch abbindet.

     

    Damit ist der Alterungs-hinauszögernde Effekt des Melatonins ein doppelter: einerseits stellt er die Kraft- und Energiesysteme unseres Körpers ruhig und verhindert damit den massiven Elektronenfluß der ein Hauptgrund für die Entstehung besagter freier Radikale ist. Andererseits ist es darüberhinaus in der Lage, diese Radikale, sind sie einmal entstanden, abzubinden und zu neutralisieren. Der Anti-Aging-Effekt des Melatonin verstärkt sich auf dieser Weise.

     

    Noch ein dritter Punkt kommt hinzu. Komplizierte Systeme hat unser Körper geschaffen, um die unweigerlich entstehenden Radikale unschädlich zu machen; es handelt sich dabei um eigene Enzymsysteme, die alters-induzierenden Todespartikel abbinden. Das wichtigste dieser Einfangenzyme, die Hydroxylperoxydase wird vom Melatonin stimuliert.

     

    Viel spricht dafür, daß der Alterungsprozeß tatsächlich ein physikalischer Prozeß ist - wie ja unser gesamter Organismus der Physik und auch der Elektronik unterworfen ist. Elektronenübertragungen spielen bei physikalischen Prozessen eine wichtige Rolle und sind in unserem Körper die Voraussetzung für das Leben, allerdings lösen sie auch das Altern aus. Das Hormon der "Nacht", das Melatonin wirkt den aktiven Vorgängen des Tages entgegen, es verlangsamt den Elektronenfluß und verringert zwar unsere Leistungskapazität, die ja in der Nacht nicht gefragt ist, dafür verringern sich aber die Radikale, ja darüber hinaus, das Melatonin fängt diese noch ein.

     

    Zu den Aktivitäten-stimulierenden Systemen unseres Körpers gehören auch die Prostaglandine, fettsäurenartige Verbindungen, die überall dort auftreten, wo sich der Körper gegen Verletzungen wehrt. Wo Prostaglandine im Spiel sind, ist auch viel Aufwand, ist große Energie gefragt. Verletzungen und Traumatisierungen gibt es heute Gott sei Dank weniger als vor 5000 Jahren, trotzdem arbeiten die Prostaglandine mit der gleichen Aktivität. Das Melatonin scheint auch auf diese Prostaglandin-Synthese modifizierend einzugreifen: nicht daß es dieses Verteidungssystem still legen würde, es reduziert nur dessen Aktivitätskreis, wenn keine Gefahr im Verzug und die volle Prostaglandin-Synthese nicht notwendig ist. Möglicherweise sind die Prostaglandine auch an der Entstehung der Migräne beteiligt; nach ersten Berichten scheint auch die Melatoninproduktion bei Menschen die an Migräne leiden, gestört zu sein. Damit würde sich - neben möglichen anderen Interaktionen zwischen Migräne und Melatonin, der Kreis zu den Prostaglandinen schließen.

     

    Obwohl das Pinealhormon mit dem Alter absinkt, kann man andererseits doch die Melatonineigenproduktion des Körpers anregen. Vor allem der Verzicht auf Alkohol und Nikotin, abends konsumiert, scheint für eine intakte nächtliche Melatoninproduktion wichtig zu sein, wobei die Unterdrückung des Pinealhormons durch die Genußgifte noch Wochen nach einer beginnenden Alkoholabstinenz nachwirken kann. Die Reduktion der abendlichen Kalorieneinnahme läßt das Melatonin ebenso ansteigen wie eine nicht übertriebene abendliche körperliche Betätigung. Es ist eine Erfahrung, die man selbst mitunter macht: je bescheidener das Abendessen ausfällt, umso besser schläft man; wenn man zusätzlich noch einen Abendspaziergang tätigt, so ist dies der Schlafqualität ebenfalls förderlich. Eine Erklärung für diese positiven Effekte scheint auch beim Melatonin zu liegen.

     

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