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    Östrogen IV :: Gehirn



    Das Östrogen wirkt sich aber auch auf eine sehr bemerkenswerte Weise im Gehirn aus. Die Natur denkt nämlich nicht in kleinen Teilen – sie organisiert ihr Wirken mit einer systemübergreifenden Großzügigkeit.

     

    Geht man davon aus, daß die Schwangerschaft jene Phase im weibliche Leben ist, in der alle Teile des Körpers ihren optimalen Wirkungsgrad entfalten, dann erklärt das Endziel das Verständnis für dieses Wirken: Es ist die Sicherstellung der Fortpflanzung. Der weibliche Körper arbeitet in dieser Phase auf Hochtouren. Seine Belastbarkeit ist am größten, seine Durchblutung optimal und das Skelettsystem hart wie sonst nie. Und – diese Funktion wurde auch erst nach langwierigen Forschungsarbeiten entdeckt – interessanterweise reicht die Großzügigkeit der Natur sogar hinauf bis ins Gehirn.

     

    Östrogene sind nämlich auch an zahlreichen Hirnfunktionen beteiligt, ohne deren Koordination eine Schwangerschaft unmöglich wäre und deren Ausfall erst dann bemerkbar wird, wenn das Östrogen defizitär geworden ist. Vor allem in der Menopause klagen viele Frauen über Gedächtnisverlust. Namen, die früher wie selbstverständlich präsent waren, müssen notiert werden; alltägliche Telefonnummern gehen verloren; Gegenstände werden "verlegt" und nicht mehr gefunden. Das Östrogen wirkt diesen Ausfallserscheinungen entgegen – es setzt im Gehirn gedächtnissteigernde Substanzen frei und baut das Merkpotential wieder auf.

     

    Nur ein kleiner weiterer Abriß über die Effizienz dieses Hormons: Die gleichen Substanzen transmittieren jene Impulse, die im Gehirn die entsprechenden Hörnerven aktivieren. Und sogar am Riechen sind die östrogenen Hormone beteiligt. Ab der Frühschwangerschaft ist das Geruchs- und Geschmacksvermögen der Frau übersensibilisiert – für die Natur ist dies eine Maßnahme zum Schutz des werdenden Kindes. Das System ist voll auf die Protektion des werdenden Lebens hin orientiert: Mit Hilfe der Sinne – Gehör, Geschmack – aber auch mit dem Gedächtnis soll garantiert werden, daß die werdende Mutter das heranwachsende Kind bestmöglich bewacht. Um die drohenden Umweltgefahren zu umgehen, wird der weibliche Körper durch das Östrogen mit verbesserten Sinneseindrücken aufgeladen. Der Grad der Wachsamkeit – die Vigilanz – explodiert förmlich.

     

    Interessante Untersuchungen ergaben, daß Frauen in der Menopause einen deutlichen Einbruch ihrer Konzentrationsfähigkeit erleiden. Durch Östrogengabe kann dieses Defizit aber wieder kompensiert werden.

     

    Erfaßbar ist das komplexe Zusammenwirken nur dann, wenn das Interesse der Natur verstanden wird: Dem Aspekt der Weitergabe des Lebens – der Reproduktion – wird alles untergeordnet, was diesem hohen Ziel dienlich ist. Hormone steuern Fortpflanzung, sie verjüngen daher, stärken die schwangere Frau und setzen alles daran, um den weiblichen Körper mit allen nur denkmöglichen Privilegien auszustatten.

     

    Das große Missverständnis über die Hormone betraf auch den Einfluß der Östrogene auf das Gehirn – am Fall des Morbus Alzheimers demonstriert. Frauen, die in frühen Jahren Östrogene einnehmen, waren sehr wohl geschützt gegen einen später sich entwickelnden Morbus Alzheimer – im Unterschied Unterschied zu Frauen, die erst in späteren Jahren wegen einer gleichartigen Prävention der Östrogene verschrieben bekamen. Bei diesen Frauen konnte kein Vorteil, sondern eher sogar ein Nachteil festgestellt werden. Ähnlich wie für das Herz, so gilt es auch für das Gehirn: die Hormone haben vorbeugende, aber nicht heilende Wirkung. Sind im Rahmen des Morbus Alzheimers die Neurone bereits zerstört, so kann das Östrogen kaum mehr vorbeugend wirksam sein.

     

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