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    Österogen III :: Herz-Kreislauf



    Die häufigste Todesursache unserer Zeit ist die Gefäßverkalkung – die gefürchtete Arterioskleose. Ihr wirkt, als Folge des umfassenden Schutzes der Frau vor Gefahren, das Eierstockhormon Östrogen in erstaunlich effizienter Weise entgegen. Warum das so ist und warum ausgerechnet diese körpereigene Substanz die Blutgefäße derart nachhaltig vor Schäden bewahrt, ist noch Gegenstand umfangreicher Forschungen. Daß dieser Schutz durch Östrogen gegeben ist, haben die jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse längst bewiesen. Hormone haben einen vorbeugenden Effekt auf die Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen, nicht jedoch einen kurativen, wenn bereits schwere Verkalkungen und Thrombosen entstanden sind. Dies war auch der Irrtum in der Diskussion um jene Arbeiten, die die Nützlichkeit für die Blutgefässe in Frage stellt. Eine Frau, die mit 70 Jahren beginnt, erneut Östrogene zu nehmen, hat keinen Schutz im Hinblick auf das Herz-Kreislaufsystem, wohl aber eine Frau, die in der Übergangsphase bei Beschwerden Östrogene verordnet bekommt Dies ist auch sehr schön in der Nurse-Health-Study dokumentiert.
    Versuchen wir eine Rekonstruktion dieser komplizierten Östrogen-Forschungsarbeiten.

     

    Die Durchblutung unseres Körpers ist nicht nur die Voraussetzung für Jugend und Fitneß, sie bewahrt auch das Gefäßsystem vor der so gefürchteten Verkalkung. Nicht zufällig, sondern als Folge einer höheren Ordnung kommen dem Jugendhormon Östrogen diese Schutzaufgaben zu. Durch die medizinische Forschung wurde das Prinzip der Gefäßerweiterung analysiert. Und wiederum wurde dabei ein Zusammenhang zwischen Prävention und Weitergabe des Lebens entdeckt – die Gebärmutter.

     

    Zu Beginn einer Schwangerschaft hat die Gebärmutter ungefähr die Größe einer Birne. Am Ende der Gravidität erreicht sie einen Längendurchmesser von ungefähr 70 cm. Volumsmäßig verhundertfacht sie also im Laufe einer Schwangerschaft ihre Größe. Wenn ein Organ innerhalb von neun Monaten gezwungen wird, derart explosiv zu wachsen, erfordert das auch eine radikale Anpassung der Durchblutung. Das Kreislaufsystem muß permanent adaptiert werden, um ein so außerordentlich wachsendes Organ mit Blut (und Sauerstoff) zu versorgen, also am Leben zu erhalten. Diese Systemangleichung ist Schwerstarbeit – und die wird durch das Juvenilhormon Östrogen geleistet.

     

    Durch die hormoneigenen Wirkstoffe erweitert das Östrogen die Blutgefäße – Mediziner sprechen von einer "Weitstellung". Durch diese Gefäßerweiterung wird die Gebärmutter, und mit ihr der heranwachsende Embryo optimal mit Sauerstoff und allen erforderlichen Nährstoffen versorgt. Von dieser für die Gebärmutter gedachten Schutzmaßnahme profitieren auch alle übrigen Gefäße des weiblichen Körpers. Frauen, die vor ihrer Menopause, also während der rund drei bis vier Jahrzehnte ihrer Fruchtbarkeit, einen Herzinfarkt erleiden, sind – verglichen mit gleichaltrigen Männern – ausgesprochen selten. Mit Eintritt der Wechseljahre läßt auch die Östrogenproduktion nach – und für die Frau erhöht sich das Herzinfarktrisiko schlagartig.

     

    Während einer Schwangerschaft muß die Frau die Ernährung des heranreifenden Kindes mit gewährleisten. In dieser Zeit müssen also zahlreiche mütterliche Organe verstärkt durchblutet werden. Dies besorgt das Östrogenderivat 17-Beta-Östradiol, das dann die Aufgabe eines Antiverkalkungshormons übernimmt. Nicht zu Unrecht wurde daher also dem Östrogen das Attribut "Jugendhormon" verliehen.

     

    Bekanntlich verstärkt hoher Cholesterinspiegel die Arteriosklerose. Werte jenseits der Gefahrengrenze von 200 mg (ideal: 120–150 mg) gelten als Risikofaktoren, denn sie begünstigen die Verkalkung. Die Senkung eines überhöhten Cholesterinwertes gehört heutzutage zur allgemein akzeptierten Prophylaxe der Verhinderung von Gefäßerkrankungen. Und wieder ist es das Östrogen, das zugunsten der Frau in den Stoffwechsel eingreift. Das Eierstockhormon ist nämlich auch ein natürlicher Cholesterinsenker und schützt auf natürliche Weise gefährdete Blutgefäße effizient vor drohender Verkalkung. Der Natur schwebt bei all diesen umfassenden Schutzkriterien ein einziges Ziel vor: die Gewährleistung der Fortpflanzung. Die Geschlechtssteroide sind daher auch unter diesem völlig neuen Verständnis zu definieren. Sie wirken deshalb lebensverlängernd und verjüngend, weil sie die Fortpflanzung sichern. Und im Naturverständnis ist Fortpflanzung gleichzusetzen mit Verjüngung.

     

    Wobei das Cholesterin auf keinen Fall verteufelt werden darf, sofern es in richtigem Ausmaß vorhanden ist. Das Cholesterin ist ein wertvoller Baustein unseres Körpers. Ohne Cholesterin könnten die Zellen überhaupt nicht existieren. In der Frühzeit der Menschheit und der Säugetiere war dieser Baustoff eine Mangelsubstanz, erst in unserer Überflußgesellschaft wird der Organismus mit Unmengen an Nahrungsmitteln und Alkoholika überschwemmt. Die Folge sind Gefäßerkrankungen. In Notzeiten – etwa während eines Krieges – sterben die Menschen viel seltener an Herzinfarkten, weil fettreiche Nahrung kaum verfügbar ist.

     

    In ausgewogener Menge benötigen die Zellen Blutfette. Vor allem die Zellmembran, aber auch andere Zellbestandteile brauchen Cholesterin für ihr Wachstum und ihre Funktion. Das in der Gebärmutter heranwachsende Kind benötigt besonders viel Cholesterin, denn innerhalb des embryonalen Systems findet ja in dieser Zeit eine wahre Zellexplosion statt. Dieses Cholesterin muß gezwungenermaßen von der Mutter bereitgestellt werden, da der Embryo zur Eigenproduktion noch nicht fähig ist. Er ist voll auf Fremdversorgung eingerichtet. Durch einen genialen Trick der Natur wird dieser Umstand so ausgenützt, daß er letztlich für Mutter und Kind von Vorteil ist. Zunächst öffnen während einer Schwangerschaft die mütterlichen Zellen unter Östrogeneinfluß ihre Pforten, um das im weiblichen Blutkreislauf herumirrende Cholesterin begierig wie ein Schwamm aufzusaugen. Über das mütterliche Blutgefäßsystem wird dieses Cholesterin unmittelbar an den Embryo weitergeleitet. Diesem dient es zum Zellenaufbau; der Mutter kommt dieser Transfer insofern zugute, als durch die Cholesterinreduktion im Blut die Herzinfarktgefahr minimiert wird. Bei Frauen im Wechsel kann die Schwangerschaft durch Östrogengabe simuliert und das altersbedingte Infarktrisiko dadurch verringert wird.

     

    Verständlich wird der cholesterinsenkende Östrogeneffekt nur aus dem mit der Schwangerschaft verbundenen Reproduktionsauftrag der Frau. Realisiert wird dieses Postulat durch ein geniales Kompensationsgeschehen: Um dem Kind genügend Cholesterin abzugeben, wird unter Beihilfe des Östrogens aus dem Blut der Mutter vermehrt Cholesterin abgezogen. Und in der Postmenopause, wenn das Östrogen defizitär wird und im Blut der Frau das Cholesterin gefährlich ansteigt, wird vom Frauenarzt das bewährte Prinzip der Reproduktion imitiert: durch Verabreichung einer genau ermittelten Östrogendosis ("Hormonersatztherapie", auch Hormonreplacement genannt).

     

    Das Östrogen ist somit auch eine der wichtigsten Substanzen zur umfassenden Integrität der Blutgefäße – und somit eine der wesentlichsten Überlebenssubstanzen für den weiblichen Körper.

     

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