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    Östrogen II :: Haut – Haare – Feromone



    Schöne Haut und schöne Haare – beides sind auch Symbole für Erotik und Anziehungskraft. Nicht zufällig stellen viele Frauen während ihrer Schwangerschaft ein besonders üppig-fülliges Kopfhaar fest, das in dieser Zeit nur wenige Rückstände im Kamm hinterläßt. Kurz nach der Entbindung fallen dann die Haare wieder stärker aus, sie werden stumpf und brüchig. Beide Zustände hängen mit dem Schwangerschaftshormon Östrogen zusammen.

     

    Es ist eine wunderbare Attitüde der Natur, daß zwischen Schönheit, Attraktivität und Fitneß einer Frau und der Fortpflanzung ein enger Zusammenhang besteht. In der Schwangerschaft erreichen die Haare ein Höchstmaß an Fülle und Glanz – das Hormon Östrogen überflutet förmlich den weiblichen Körper.

     

    Es gibt aber auch noch weitere Hinweise auf das geniale Konzept, das die Frau um so viel mehr auszeichnet als den Mann. Bekanntlich beginnen mit der Geschlechtsreife – während der Pubertät – nicht nur die Achsel- und Schamhaare zu sprießen, auch das Kopfhaar wird dichter. Genährt wird es aus aktivierten Talgdrüsen, die den Haaren auch die erforderliche Kraft verleihen. Die Wissenschaft hat lange das Phänomen untersucht, warum das Wachstum der Haare an Körper und Kopf ausgerechnet mit Beginn der Fortpflanzungsfähigkeit – und nicht vorher oder nachher – so signifikant forçiert wird. Die erste Vermutung, Haare seien zum Schutz des Menschen da, erweist sich als Irrtum. Haare haben, wie profund nachgewiesen werden konnte, eine viel wichtigere Funktion: Sie sind integrierender Bestandteil der zur Fortpflanzung gehörenden Infrastruktur des Menschen. Denn Haare unter der Achsel, am Kopf und im Schambereich sind Multiplikatoren jener Düfte, die in diesen Regionen aus Talg- und Duftdrüsen freigesetzt werden. Frauen und Männer verfügen während ihrer geschlechtsfähigen Zeit gleichermaßen über derartige Drüsen – die Körper senden unbewußt Signale aus, die auf Attraktivität und sexuelle Anziehung hinweisen. Während beim Mann diese Signale weniger stark als erotische Magneten empfunden werden, prägt sich bei ihm das Haar- und Duftverhalten der Frau als nachhaltig stimulierend ein. Der Hintergrund dieses Verhaltens ist evolutionär bedingt: Bei höheren Säugetieren hat sich das Auge extrem weiterentwickelt und dessen Effizienz perfektioniert, sodaß es in die Lage versetzt wurde, zumindest teilweise auch die Funktion anderer Sinne zu übernehmen. So kurios es klingt: Der Mensch vermittelt sich selbst beim Sehen Geruchsvisionen, die im Zusammenspiel mit anderen Sinnen sexualstimulierende Effekte auslösen. Überhaupt ist die Kombination von Gesichts- und Geruchssinn ein ganz wesentlicher Faktor der menschlichen Sexualität. Der Riechsinn – das olfaktorische System – ist die älteste Nervenanlage des Körpers, die es erlaubt, Signale von außen zu empfangen und zu verarbeiten. Die Wissenschaft hat erst kürzlich schlüssig nachgewiesen, daß "das Riechen" eines der wichtigsten Kriterien in der menschlichen Kommunikation ist.

     

    Was sind nun die Hintergründe jener geheimnisvollen Düfte, deren Existenz so wesentlich für die Fortpflanzung und sogar für den Weiterbestand des Menschengeschlechtes ist?

     

    Chemisch betrachtet sind die Aromastoffe des Körpers kurzkettige Fettsäuren und Substanzen, die den Hormonen des Eierstockes ähneln. Der Hinweis ist mittlerweile ja fast schon müßig, daß alle diese Stoffe, die hier duftkompositorisch zusammenwirken, Verwandte und Abkömmlinge der Essigsäure sind. Der Organismus setzt diese Duftstoffe frei - er kommuniziert mit der Umwelt, vor allem mit anderen Menschen. Der bekannte Hinweis, daß der oder die den oder die nicht riechen kann, wurde von der Schulmedizin längst wissenschaftlich erforscht und bestätigt.

     

    Dabei gibt es aber auch geschlechtsspezifische Façetten. So ist der Eisprung der Frau von diesen Riechstoffen abhängig. Auch zwischen der Geschlechtsreife von Mädchen, die in einem Familienverband leben, und den von ihnen empfangenen Riechstoffen des Vaters besteht ein Zusammenhang. Es gibt Hinweise darauf, daß Frauen, die ohne Pheromone (männliche Hormone) leben, später pubertieren und häufiger "anovulatorische Zyklen" (Fehlen des monatlichen Eisprungs) aufweisen. Die Körperdrüsen senden also mit der Umgebung akkordierte Riechstoffe aus – die Nase bzw. das sogenannte "Vomerische Organ" empfängt sie und leitet sie als Information ins Gehirn weiter. Genau jene Duftdrüsen, die ein besonders hohes Maß an Riechhormonen freisetzen können, sind dort plaziert, wo der Körper die Behaarung konzentriert: am Kopf, in den Achseln und im Schambereich. In diesen Regionen vergrößert das Haar die "Duftoberfläche" – es wirkt also wie ein Zerstäuber, über den die Aromastoffe über die Umgebung verteilt werden.

     

    Und so ist es wohl ein geniales Konzept der Natur, daß ausgerechnet Haare, deren Sinnhaftigkeit (etwa unter den Achseln) beim ersten Hinsehen nicht einsichtig ist, im engagierten Dienst der zwischenmenschlichen Kommunikation stehen. Haare sind also wichtige Faktoren im Sold der menschlichen Fortpflanzung.

     

    Was nun noch fehlt, ist der zwingende Beweis eines Zusammenhangs zwischen Haaren und dem Östrogenhormon. Die Schlüssigkeit für das Phänomen, daß die Haare von Geschlechtshormonen – allen voran dem Östrogen – abhängig sind, ergibt sich durch eine Defizitärsituation. Fehlt ein Hormon im Körper der Frau oder ist es nur in geringer Menge vorhanden, wird dieser Zustand in der Medizin als "defizitär" bezeichnet. Werden also Östrogene defizitär, erlebt die davon betroffene Frau sofort die Folgen: Die Haare werden brüchig, sie werden schnell grau und wachsen auch nicht – oder nur sehr langsam – nach. Dieser unangenehme Zustand stellt sich bei recht vielen Frauen auch nach einer Schwangerschaft ein. Vor der Geburt wird die Frau im ganzen Körper von Östrogenen überschwemmt – die Haare entfalten ihre volle Pracht; nach der Geburt kommt es zu einem temporären Östrogendefizit – und schon wirkt sich das äußerst negativ auf die Haare aus.

     

    Diese Multifunktion der Östrogene versetzt die Frau in eine extrem privilegierte Situation: Solange der weibliche Körper geschlechtsreif ist, steht er unter ganz besonderem Schutz der Hormone. Frauen unter 50 erleiden – dank der gefäßerweiternden Funktion der Östrogene – nur äußerst selten einen Herzinfarkt. Östrogene sind in die Fortpflanzung involviert, denn sie fördern die Reifung der Eizelle. Ist das Ei befruchtet, überwacht das Östrogen während der Schwangerschaft die Gesundheit der Frau. Und darüber hinaus ist dieses Hormon für alles verantwortlich, was im Organismus die Attraktivität einer Frau hebt, was ihre sexuelle Begehrlichkeit hebt und was die Erotik des weiblichen Geschlechts ausmacht; wozu auch die Haare zählen. Den hohen Stellenwert dieses Hormons lernt die Frau dann kennen, wenn ein Defizit eintritt. Dieses wirkt sich sofort auch negativ auf die Schönheit aus. Von jeder Menge anderer Unannehmlichkeiten ganz zu schweigen. Erfreulicherweise ist es aber der modernen Medizin gelungen, das Schönheitshormon so zu verpacken, daß es als Salbe oder Shampoo auf die Kopfhaut aufgetragen werden kann, wodurch das Nachwachsen der Haare initiiert wird. Die Haare werden dadurch auch wieder fülliger, ohne daß es in anderen Teilen des Körpers zu Hormonüberschwemmungen kommen muß.

     

    Haare sind also ein Organ, das Erotik produziert und die Attraktivität der Frau steigert – somit sind Haare also in der Phase der Geschlechtsreife und der Fortpflanzungsmöglichkeit wichtige Kommunikationsfaktoren. Verständlicherweise gilt das auch für die Haut, das, flächenmäßig größte Organ unseres Körpers.

     

    Mit der Geschlechtsreife setzt auch die Drüsentätigkeit ein, wodurch die Haut mit einem Schutzfilm überzogen wird, der Feuchtigkeit und Elastizität garantiert. In diesen Vorgang sind auch männliche Hormone involviert, die – ähnlich den Östrogenen – ebenfalls das Haarwachstum anregen, aber auch die Talg- und Drüsenaktivität steigern. Viele Jugendliche beginnen daher in der Pubertät damit, extrem viel Schweiß und darüber hinaus ein riechbares Sekret abzusondern. Vor der Pubertät kannten sie diese Phänomene noch nicht. Schießen die männlichen Hormone zu Beginn der Geschlechtsreife im Körper der jungen Frau übers Ziel, dann werden zu viele Talg- und Duftdrüsensekrete erzeugt; die unangenehme Akne entsteht. Diese hormonell bedingte Krankheit ist fast schon eine Trademark der weiblichen, aber auch der männlichen Pubertät.

     

    Der Einfluß der Eierstockhormone auf die Haut sollte am besten durch einen Querverweis auf das Tierreich illustriert werden. Es gibt hochentwickelte Säuger, bei denen sich zur Zeit des Eisprungs unter dem Einfluß des Östrogens die Geschlechtsteile verfärben und die so auf visuelle Art dem Partner die Zeit des günstigsten Verkehrs signalisieren. Und über die gleichen Hormone, die über die Qualität der Haut einer Frau wachen, wird auch der Federschmuck von Vögeln – dessen Vielfalt und Buntheit – gesteuert.

     

    Das alles ließe den Schluß zu, daß dem Östrogen eine ausschließlich kosmetische Verpflichtung zukäme, deren einziger Zweck die Sicherstellung des sexuellen Erfolges einer Frau wäre. Das ist ein Irrtum – das Östrogen hat auch einen ganz wesentlichen medizinischen Aspekt. Ihm kommt – wie bereits angedeutet – auch eine eminente Schutzfunktion zu. Während einer Schwangerschaft trägt die Frau zur Fortpflanzung des Menschengeschlechts bei – ein Akt, dem die Natur allerhöchste Priorität beimißt. In dieser Zeit muß der weibliche Körper besonders, vor allem vor seinen äußeren Feinden – den Viren, Bakterien und Pilzen – geschützt werden. Diese Funktion nimmt die Haut, unser größtes Organ, wahr. Und deshalb ist es auch ganz besonders wichtig, daß in der Schwangerschaft die Funktion der Haut in voller Integrität erhalten bleibt. Diese Schutzfunktion übernimmt das Juvenilhormon Östrogen, das die Multifunktionen der Haut steuert.

     

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