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    Progesteron - Das Hormon der Weisheit VI



    Gehirn   

     

    Das Altern geschieht auch im Gehirn, aber es scheint, als wäre das Schwangerschaftshormon in der Lage, während der Gravidität diesen sehr langsam verlaufenden Alterungsprozeß zu unterbrechen. Plakativ gesagt, scheint es als stünde während einer Schwangerschaft die Zeit still und das Älterwerden sei dabei gestoppt.

     

    Das Gehirn besteht nicht nur aus Nervenzellen, sondern auch aus Nährschichten, die diese Zellen umgeben, sie versorgen, Nährstoffe heranschaffen und sie vor Feinden schützen. Nicht die Nervensubstanz nimmt im zunehmenden Lebensalter ab, die Schutzschichten unterliegen dem Verschleiß. An ihnen nagt der Zahn der Zeit, was zur Folge hat, daß die Nervenzelle nur noch ungenügend mit Nährstoffen versorgt wird und dadurch degeneriert. Alle Indikatoren deuten darauf hin, daß die Schwangerschaft den Degenerationsprozeß für einige Monate unterbricht. Zumindest ist das eine interessante Arbeitsthese.

     

    Ganz gesichert dagegen ist, daß das Progesteron diese als "Myelinscheide" bezeicheten Schutz- und Ernährungsschichten der Nerven nicht nur schützt, sondern auch regeneriert. In der Neurologie wird daher überlegt, Progesteron bei degenerativen Nervenerkrankungen therapeutisch einzusetzen.

     

    Einen aufregenden Einfluß übt das Gelbkörperhormon auf die Zellmembran aus. Seit jeher werden diese kleinen Organteile unterbewertet. Immer wieder werden sie mit Zäunen verglichen, die rund um Häuser angeordnet sind. Aber dieser Vergleich hinkt: Die Zäune sind in diesem Fall genauso wichtig wie die Häuser selbst. Sie sind fundamental in das Phänomen Leben involviert. Leben hängt von jener Energie ab, die in den menschlichen Zellen produziert wird. Die Kraftwerke, die innerhalb dieser Zellen die Energie liefern, heißen Mitochondrien. Fehlt diese Energie, dann ist die Zelle aktionsunfähig. Sie kann keine chemischen Substanzen mehr verknüpfen, keine enzymatischen Schritte mehr einleiten und auch sonst keine Aktionen mehr vollbringen. In diesem Fall bräche die Impulsübertragung der Nervenzellen zusammen, es gäbe auch keine Kontraktionen von Muskelfasern mehr. Das alles sind Funktionen, die von jener Energie abhängen, die von den Mitochondrien in den Zellen erzeugt wird.

     

    Diese "Kraftwerke der Zelle", wie Mitochondrien auch genannt werden, funktionieren wie eine ganz normale Batterie. Entlang einer Membran baut sich Spannung auf, und durch das Zusammenfließen der Ionen entsteht dann Strom, der in Energie umgesetzt werden kann. Die Integrität (Unversehrtheit) dieser mit einer Batteriemembran vergleichbaren Trennschicht ist die Grundvoraussetzung für die Entstehung von Strom, und damit von Energie. Ist diese Membran verletzt oder alt, kann die Zelle nicht mehr ausreichend Kraft erzeugen. Auf den Punkt gebracht, ist also ein einfaches Häutchen – die Membran der Zellkraftwerke – für die wichtigsten Lebensvorgänge maßgebend. Die Funktionsfähigkeit dieser Trennschicht hängt von ihren Bestandteilen ab: Fettsäuren, die sich mit Kohlenhydraten verbinden und zusätzlich noch Eiweißkörper aufnehmen. Den entscheidenden Anteile an diesen Bestandteilen haben jedoch die Fettsäuren, die perlschnurartig aneinandergereiht, den Hauptbaustoff der mitochondrialen Wand beisteuern. Den Fettsäuren verlangt die Natur eine gewisse Flexibilität ab. Schon die geringste Beeinträchtigung kann diese Fettsäureketten untauglich machen. In einem sehr komplexen Vorgang greift nun das Gelbkörperhormon Progesteron ins Geschehen ein. Es fällt Monat für Monat unmittelbar vor der Menstruation ab und unterliegt Schwankungen in- und außerhalb einer Schwangerschaft. Diese Schwankungen stimulieren jene Bewegung, die für die Regeneration der mitochondrialen Membran mitverantwortlich ist. Wechselt die Konzentration des Progesterons, werden beschädigte Fettsäuren aus der mitochondrialen Membran herausgespalten und durch gesunde ersetzt. Das Progesteron bewirkt damit eine permanente Regeneration jener Bestandteile der Zellkraftwerke, die den Lebensmotor ständig mit Energie versorgen. Letztlich hält das Progesteron dadurch das Leben in Schwung.

     

    Warum aber wird das Progesteron zu den Hormonen der Weisheit gezählt? Die Antwort ist einfach: Es gibt außer ihm kein körpereigenes Kommunikationsmittel, das in gleichzeitig viele und derart komplexe Vorgänge des menschlichen Körpers involviert ist und dabei in den ineinandergreifenden Systemen mühelos seine optimale Wirkung entfaltet.

     

    Das Progesteron ist das mit Abstand weiseste aller Hormone; mit Sicherheit aber eines der wichtigsten, denn es schützt das werdende Leben und die Frau, die durch ihren Körper dieses Leben beschützt.

     

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