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    Progesteron - Das Hormon der Weisheit V



    Venen


    Jedes Blutgefäß, also auch die Venen, sind von einer Kollagenschicht umgeben, der ihnen Halt und Festigkeit verleiht. Werden nun die Venen durch mechanische Belastungen strapaziert, reißen die Kollagenfäden innerhalb der Venen leicht ein. In diesem Fall sind sofort die Metalloproteinasen zur Stelle und beginnen ihre Abbauarbeit. Diese ist sehr oft überschießend und löst somit die Verankerungsschicht der Blutgefäße regelrecht auf. Das gleiche Phänomen ist an der Gebärmutter oder am Beckenboden zu beobachten. Ist bei den Venen das NO für deren Erweiterung verantwortlich, so löst die Zerstörung (Mediziner sprechen von einer "Degraduierung") der dünnen Kollagenschicht eine zusätzliche Gefäßschwäche aus.

     

    Möglicherweise wird bei solchen Leiden schon bald das Progesteron helfen können. Ob das Schwangerschaftshormon – und in welchem Umfang – Venenprobleme in den Griff bekommen kann, wird derzeit noch medizinisch erforscht. Die Wissenschaft ist vorerst noch auf Analogieschlüsse angewiesen.

     

    Da gibt es beispielsweise den Schmerz der weiblichen Brust (die sogenannte Mastalgie), der durch das Schwangerschaftshormon beseitigt werden kann. Das Progesteron wird dabei als Gel auf die schmerzende Stelle der Brust aufgetragen und die Schmerzen werden sehr effizient gelindert. Dieser Mechanismus der Schmerzreduktion bei mastalgischen Beschwerden beruht auf folgendem Prinzip: Aus irgendwelchen – nicht selten hormonellen – Gründen erweitern sich die Gefäße extrem stark und die Frau empfindet Schmerzen in ihrer Brust. Zweck einer Therapie ist es nun, jene Gefäße, die die Brust durchziehen, wieder zu verkleinern, oder – wie es in der medizinischen Fachsprache heißt – enger zu stellen. Dies geschieht durch Auftragen von Progesterongel. Das Schwangerschaftshormon wirkt dabei offensichtlich dem gefäßerweiternden NO entgegen, sorgt für eine Gefäßverkleinerung und reduziert dadurch den Schmerz. In diesen Fällen ist das Progesterongel als Therapeutikum bereits akzeptiert und zugelassen.

     

    Analog dazu ist die Venenproblematik zu beurteilen. Frauen, die die Pille nehmen, oder Frauen mit Östrogen-bedingtem Venenschmerz, können das gleiche Progesterongel verwenden wie bei einer Mastalgie (vorerst noch im Versuchsstadium). Unter Laborbedigungen kann dabei eine Linderung der Venenleiden beobachtet werden. Ob das Progesteron auch zum Kollagenaufbau, bzw. zur Verhinderung eines übermäßigen Kollagenabbaues herangezogen werden kann, bedarf noch einer medizinischen Klärung. Sie ist in Kürze zu erwarten. Vorerst steht aber fest, daß das "tissue remodelling" auch die Blutgefäße, und damit auch die Venen betrifft und daß dies ein weiterer Aspekt des Alterns ist.

     

    Das Stichwort "Östrogen-bedingter Venenschmerz" ist bereits gefallen. Daß eine Schwangerschaft mit Problemen verbunden sein kann, ist bekannt; desgleichen das Einnehmen von Hormonen (und damit der Pille). Venenleiden sind eines dieser Probleme.

     

    Bei einer Schwangerschaft ist es weniger die mechanische Belastung, die Venen hervortreten und Besenreiser entstehen läßt, es sind vielmehr biochemische Umstellungen, die in sehr komplizierter Weise mit der Reproduktion in Zusammenhang stehen.

     

    Es beginnt damit, daß für eine Schwangerschaft eine ausreichende Blutversorgung von eminenter Bedeutung ist. Das Wachstum des Kindes und die Funktionssteigerung zahlreicher mütterlicher Organe sind nur dann garantierbar, wenn genügend Sauerstoff, Nährstoffe und damit Blut in das heranwachsende Kind und in die Organe der Mutter fließen können. Das Östrogen hat, dem Schöpfungsplan der Natur entsprechend, die Aufgabe übernommen, während einer Schwangerschaft die Blutgefäße der Frau weiterzustellen, sie also querschnittsmäßig zu vergrößern. Dies trifft natürlich auch auf die Venen zu. Ihr Durchmesser wird während der Gravidität größer. Sehr oft bleibt er auch noch nach der Entbindung groß – zumindest größer als er vor der Schwangerschaft war. Durch die Querschnittvergrößerung entstehen die Krampfadern. Ähnliches geschieht unter der Pille, einem künstlichen Hormon, das dem weiblichen Körper zugeführt wird. Venenbeschwerden während einer Östrogentherapie, aber auch unter Ovulationshemmern (Pille) sind keine Seltenheit. Im Gegenteil: Sie kommen, wie Frauen in den Ordinationen der Gynäkologen berichten, sogar recht häufig vor. Das Hervortreten der Venen, aber auch das Entstehen von Besenreisern wird durch das Stickstoffmonoxid ausgelöst, das in diesem Fall unter dem Einfluß eines Östrogen-Abkömmlings, nämlich dem 17-Beta-Östradiol, steht. Kein Vorteil ohne Nachteil also: Das Östrogen, das auch für die Durchblutung des schwangeren Körpers verantwortlich ist, erweitert zwar, um die Ernährung des heranreifenden Kindes sicherzustellen, die Blutgefäße, es kommt aber dabei mitunter auch zur Bildung von Krampfadern und Besenreisern.

     

    Die Medizin ist allerdings zu weiteren, ganz aktuellen Erkenntnissen über das weibliche Gefäßsystem gelangt. Es gibt ganz spezielle Gefäßschwächen, die vor allem an Arterien auftreten. An bestimmten Stellen des Gefäßes entsteht eine lochförmige Wandausweitung – das lebensbedrohende Aneurysma. Diese Erkrankung muß als extrem schwer eingestuft werden. Sie entsteht nicht, wie eine zeitlang vermutet wurde auf mechanische Weise, sondern als Folge des Einwirkens von Abbauenzymen.

     

    Auslösend mag dabei möglicherweise eine mechanische Belastung sein. Viel wahrscheinlicher ist eine lokale Entzündung oder gar ein Sauerstoffmangel, wie er beim Rauchen gelegentlich auftritt. Durch dieses Initialereignis wird an bestimmten Stellen der Arterie ein Kollagen-auflösendes Enzym stimuliert, das sich in die Wand des Blutgefäßes hineinfrißt. An dieser Stelle entsteht eine Gefäßschwäche, daraus ein Aneurysma. Ob in solchen Fällen das Gelbkörperhormon prophylaktisch eingesetzt werden kann, ist wissenschaftlich noch nicht abgesichert. Allerdings spricht einiges dafür.

     

    Es bleibt aber dabei: Die Hauptaufgabe des Progesterons ist die Überwachung der Schwangerschaft und die damit verbundene Schutzfunktion. Das Schwangerschaftshormon greift in phänomenaler Weise in die Verteidigungsmaschinerie des weiblichen Körpers ein. Es stärkt die Abwehrkraft, macht den Organismus resistent gegen Feinde und ist auch sonst unermüdlich schützend tätig.

     

    Im Bereich der Scheide ist die Frau ganz besonders gefährdet. Das Organ besitzt eine direkte Verbindung zur Gebärmutter. Durch diesen Gang kriechen vor allem die Samenfäden empor. Über ihn können aber auch Erreger in die Gebärmutter vorstoßen. In einer Schwangerschaft hätte das verheerende Konsequenzen.

     

    Es ist nun die Aufgabe des Progesterons, den weiblichen Organismus, auch jenseits der Schwangerschaft, vor lebensbedrohenden Infektionen zu schützen. Dabei stimuliert das Progesteron die sogenannten Langerhans'schen Zellen (Abwehrzellen des Gewebes), eindringende Viren und Bakterien so zu markieren, daß sie – wie auf einem Präsentierteller – den weißen Blutkörperchen zum Fraß vorgeworfen werden können. Dieser durch das Progesteron ausgelöste Schutzmechanismus funktioniert auch dann, wenn keine Schwangerschaft vorhanden ist. Und möglicherweise ist er auch in der Krebsprophylaxe von Bedeutung, da Karzinomzellen auf ähnliche Weise entsorgt werden. Die medizinische Wissenschaft schließt daher nicht aus, daß dem Schwangerschaftshormon auch noch die Perspektive einer krebsabwehrenden Substanz zukommt.

     

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