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    Progesteron - Das Hormon der Weisheit IV



    Schleimhäute

     

    Während der Schwangerschaft kann es zu einem Kalkentzug und dadurch mitunter zur höheren Kariesanfälligkeit an den Zähnen kommen. Am Ende der Schwangerschaft, manchmal auch unmittelbar nach der Entbindung sind recht häufig auch Zahnfleischveränderungen festzustellen. Es kommt vermehrt zu Parodontose – das Stützgewebe für die Zähne bildet sich zurück. Zu den Attributen der weiblichen Schönheit gehört ein gesundes Gebiß. Verständlich also, daß auch dieses im Visier der Geschlechtshormone steht. Die Parodontose entsteht im Gefolge von Entzündungen, die verschiedenste Ursachen haben können. Allerdings bedienen sich auch dabei die Bakterien jener emsigen Kollagenasen, die überall dort Aktivitäten entwickeln, wo Zellen Schwächungen zeigen. Diese "Scheren" knabbern Zahnfleisch und Verankerungsgewebe regelrecht an, um diese schließlich auf ein für die Zahnhalterung unvertretbares Minimum zu reduzieren. Die Parodontose ist somit teilweise auch eine Folge verstärkter Abbauprozesse, an denen wiederum die schon bekannten Matrixmetalloproteinasen maßgeblich beteiligt sind.

     

    Interessanterweise ist an der Parodontose auch das Stickstoffmonoxid (chemische Formel: NO) beteiligt – ein Gas, das multifunktionell wirksam ist. In die Entwicklung von Viagra ist es ebenso involviert, wie in die Entstehung der Reizblase oder in die Erweiterung der Herzkranzgefäße. Bei allen jenen Organen, die eine glatte Muskulatur besitzen, wirkt NO erweiternd. Wegen der verstärkten Sauerstoffzufuhr ist dieser Effekt meist erwünscht. NO hat aber noch eine – wohl eher unerwartete – andere Eigenschaft: Es wirkt wie ein Geschoß, mit dem weiße Blutzellen ihre Feinde regelrecht niedermetzeln. Seine physikalischen Eigenschaften erlauben es dem NO, die Zellmembran von Bakterien und Viren unter Beschuß zu nehmen, aufzubrechen und damit die Feinde des Körpers zu liquidieren.

     

    Dieser Eigenschaft kommt im Mund und in der weiblichen Scheide eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu. Mund und Scheide sind Körperöffnungen, die – will man das Eindringen gefährlicher Feinde verhindern – ganz besonders sorgfältig überwacht und geschützt werden müssen. Üblicherweise verfügt der menschliche Körper über genügend weiße Blutkörperchen, mit denen eingedrungene Feinde sofort getötet werden können. In Mund und Scheide verläßt sich aber der menschliche Organismus nicht mehr nur allein auf die weißen Blutkörperchen. In diese beide Öffnungen hat die Natur zusätzliche Schützengräben eingebaut, aus denen heraus auftauchende Feinde sofort mit scharfer Munition bekämpft werden.

     

    Als gefährliches Geschoß dient dabei das NO. Dieses Gas ist in jenen Öffnungen permanent als Wolke präsent, durch die jeder herankommende Feind sofort liquidiert wird. Der Mund ist somit ein durch weiße Blutkörperchen und NO doppelt abgesichertes Sperrgebiet, in das Viren oder Bakterien nur unter widrigsten Umständen eindringen können.

     

    Diesem clever konstruierten Abwehrmechanismus begegnet man auch in der Scheide der Frau. Dabei wird das mit der Nahrung zugeführte Nitrat in den Zellen der Scheide (bzw. des Mundes) als Nitrit eingelagert. Wenn der Säuregrad der Umgebung sinkt, wird vom eingelagerten Nitrit permanent NO abgegeben. Dazu werden aber Milchsäurebakterien benötigt, die die Scheide (bzw. im Mund den Raum zwischen den Zähnen) kontinuierlich ansäuern. Diese Milchsäurebakterien tragen somit die Verantwortung dafür, daß das scharfe Geschoß NO überhaupt freigesetzt wird. Fehlen aus irgendwelchen Gründen in der Scheide diese Milchsäurebakterien, bildet sich sehr häufig als Folge des Fehlens der NO-Munition, eine Entzündung oder Pilzerkrankung.

     

    Im Mund gibt es gelegentlich ein Überangebot an NO, das wiederum ein ganz neues Problem beschert. Auslöser ist die Schokolade, die von vielen Frauen oft mit Heißhunger verspeist wird. Schokolade setzt vermehrt Milchsäure frei, und viele Milchsäurebakterien im Mund bewirken eine NO-Überproduktion. Diese richtet sich primär gegen Keime; gelegentlich schießt sich das NO aber auch auf das körpereigene Gewebe ein. Dieser Effekt führt dann zur Beschädigung der Zahnfleischzellen – und die Parodontose nimmt ihren zerstörenden Lauf.

     

    Selbstverständlich sind Veränderungen des Zahnfleisches, bzw. deren Verhinderung, Aufgabe ausreichenden Zähneputzens und richtiger Zahnhygenie. Ist jedoch das Schwangerschaftshormon Progesteron in ausreichender Menge vorhanden, kann die Parodontose wirksam bekämpft werden.

     

    Der vorerst noch sehr kühne Zusammenhang zwischen Zahnfleischproblemen und Schwangerschaftshormon bedarf allerdings einer Erläuterung. Vereinfacht dargestellt, sind es wieder die "biologischen Scheren", die den kausalen Konnex herstellen. Diese Kollagenasen zerstören das Zahnstützgewebe, sobald es Entzündungstendenzen zeigt. Und das Progesteron stärkt das Kollagen, also das Bindegewebe. Ist das Schwangerschaftshormon ausreichend vorhanden, wird es das Zahnfleisch vor den "Scheren" ausreichend schützen; ist es defizitär, nimmt die Parodontose unweigerlich ihren Lauf.

     

    Die Natur ist, was ihren Einfallsreichtum betrifft, bekanntlich sehr verschwenderisch. Haben sich irgendwelche Mechanismen aber einmal bewährt, werden sie von der Natur in verschiedensten Abwandlungen hemmungslos immer wieder zum Einsatz gebracht. Vergleichbar ist das mit einer schön komponierten Musik: Ihr Schöpfer findet ein Leitthema, das er in abgewandelter Form immer wieder – als Symphonie oder Sonate – zum Einsatz bringt.

     

    Die Kombination von Stickstoffmonoxid und Progesteron ist ein bewährtes Team, das von der Natur nicht nur in Mund und Scheide eingesetzt werden will. So findet man jenen Zerstörungsmechanismus, der an den Zähnen den Schwund des Zahnfleisches bewirkt, auch in den Venen. Venektasien (Besenreiser), vor allem aber Krampfadern sind Probleme, die vorwiegend beim weiblichen Geschlecht auftreten. Man könnte sie deswegen fast auch schon als gynäkologische Erkrankung bezeichnen. Auch bei den Venenproblemen teilen sich die an der Entstehung Mitwirkenden, das Progesteron und Stickstoffmonoxid, unterschiedliche Aufgaben zu. Und wiederum sind die zerstörerischen Kollagenasen beteiligt.

     

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