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    Progesteron - Das Hormon der Weisheit III



    Blase und Beckenboden


    Das Schwangerschaftshormon verfügt aber auch noch über weitere Façetten, die weit über die Schutzfunktion während der Gravidität hinausgehen. Im ersten Anlauf sind freilich die Zusammenhänge zwischen dem Progesteron und beispielsweise dem Beckenboden der Frau nicht ganz einsichtig. Aber dennoch gibt es sie. Der Beckenboden ist jene Platte, auf dem das innere Genitale und das Gedärm der Frau ruht. Diese Stützkonstruktion ist altersabhängig. Manche Frauen über 50 klagen über eine Schwäche dieses Stützteiles. Manchmal merken sie während des Geschlechtsverkehrs, daß die Scheide weiter wird und zu klaffen beginnt. Manchmal – meist beim Tennisspielen, beim Niesen oder Lachen – kommt es zu einem unbeabsichtigten Harnverlust. Gelegentlich spürt die Frau sogar eine Lageveränderung der Gebärmutter – eine Art "Absacken".

     

    Alle diese Symptome sind Sonderformen des Alters – und auch sie können durch das Gelbkörperhormon behandelt werden. Sein Wirkungsmechanismus steht in engstem Zusammenhang mit jenen biochemische Scheren, die durch das Progesteron unterdrückt werden.

     

    Unmittelbar nach einer Schwangerschaft kommt es aber zu einem Progesteronabsturz und prompt fällt dieser Arretierungsprozeß – also die Knebelung der kollagenzerstörenden Scheren – aus. Dadurch kommt es zu einem gegenläufigen Effekt: Es bilden sich sehr rasch die kollagenabbauenden Enzyme und diese beginnen prompt mit ihrer Vernichtungsarbeit. Mit erstaunlicher Zielsicherheit wandern sie zu allererst zu jenem Körperteil, der noch geburtsbedingte Verwundungen aufweist – in die Gebärmutter. Dort gibt es jede Menge zerstörter Zellen und verwundetes Kollagen, die die bevorzugten Adressaten der Kollagenasen sind. Dorthin pilgern sie zuerst und entfalten sie sofort ihr Zerschneidungswerk.

     

    Wehrloses Opfer ist die Gebärmutter, die unmittelbar nach einer Geburt die Größe eines Fußballs hat und etwa zwei Wochen braucht, um wieder auf Normalgröße zu schrumpfen. In diesen 14 Tagen, in denen sich die Gebärmutter wieder auf die Größe eines Apfels oder einer Birne rückentwickelt und dabei jede Menge Veränderungen in Kauf nehmen muß, ist das Organ in seiner Wehrhaftigkeit stark eingeschränkt. Es muß zunächst schrumpfen. Das geschieht durch Kollagenasen, die unmittelbar nach der Geburt verstärkt gebildet werden und die in der Gebärmuttermuskulatur die Reduktion der dicken Muskelschicht bewirken. Parallel dazu vollzieht sich ein – wohl negativer – hormoneller Absturz, dessen Folgen einschneidend sind. Während der Schwangerschaft verfügt das Progesteron im weiblichen Körper über seine Höchstkonzentration; unmittelbar nach der Entbindung fällt die Konzentration des Gelbkörperhormons steil ab. Durch diesen abrupten Konzentrationswechsel werden die Kollagenasen richtiggehend schockmotiviert. Prompt stürzen sie sich auf den durch die Geburt leicht verletzten Gebärmuttermuskel – in dieser Phase eine verwundbare Stelle im weiblichen Körper. Die Gebärmutter wird so zum beliebten, weil wehrlosen Zielorgan der Kollagenasen. In diesem Gemetzel um den besten Platz am Trog der verwundeten Zellen werden einige dieser Enzyme abgedrängt, andere wiederum verirren sich. Sie wandern in Gebärmutternähe in andere Gewebeteile ein und enden letztlich am Beckenboden. Auch der wurde durch den Geburtsvorgang in Mitleidenschaft gezogen und gibt ein passables Ersatzbetätigungsfeld für zerstörungswillige Enzyme ab. Schließlich wurden die Kollagenfasern des Beckenbodens beim Durchtritt des Kindes überdehnt und dabei teilweise auch verletzt. Diese Schäden wirken auf die biochemischen Scheren wie ein Magnet. Scharenweise werden sie von den Zellenverletzungen angezogen und gierig beginnen sie – ähnlich wie in der geschädigten Gebärmuttermuskulatur – das Kollagen zu zerschneiden. Die Schwächung des Beckenbodens ist die unmittelbare Folge.

     

    Die Hemmwirkung des Gelbkörperhormons wird derzeit wissenschaftlich erforscht. Erste Untersuchungsergebnisse sprechen dafür, daß Inkontinenz, Beckenbodenschwäche und die Zerschneidung des Kollagens durch ein Gelbkörperhormon gehemmt werden kann. Wahrscheinlich gilt dies auch für die Zeit nach einer Operation, in der die operierten Organe vom Körper ebenfalls als verwundet eingestuft werden und dadurch vermehrte Anziehungskraft auf Zerstörungsenzyme haben. Vor allem bei Blasenoperationen ist der chirurgische Effekt vom Einbremsen der Kollagenasen abhängig. Knabbern sie das Operationsgebiet an, wird der Erfolg in Frage gestellt. Kollagenasen – zerstörende Enzyme: Mit diesem Phänomen werden sich Gynäkologen und Patientinnen noch lange befassen müssen.

     

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