Dr. Cornelia Vöge-Auer HeaderGrafik
 
DEUTSCH / ENGLISH
 
  SEARCH   
   



  •  
    Home / Information / Herz-Kreislauf-Erkrankungen / PROCAM Studie
     

    Die Initiative Herzgesundheit



    Liebe Patientin, lieber Patient,

    Jeder dritte Herzinfarkt kommt ohne Vorankündigung. Und das bei scheinbar völlig gesunden Menschen. Beschwerdefrei bedeutet also nicht gleichsam sorgenfrei.

     

    Kennen Sie tatsächlich Ihr persönliches Herzinfarkt-Risiko?

     

    Oder glauben Sie, ein Herzinfarkt trifft nur andere, nicht Sie?

     

    Subjektiv gesund und fit heißt nicht, dass Sie nicht doch gefährdet sind.

     

    Deshalb engagiert sich die Initiative Herz-Gesundheit für eine umfassende Vorsorgeuntersuchung. Auf deren Basis können Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt Maßnahmen zur effektiven Vorbeugung eines Herzinfarktes festlegen.

    Zu dieser Untersuchung gehören die bekannten klassischen Risikofaktoren. Hinzu kommen neue Faktoren, die trotz ihrer wissenschaftlichen Wertigkeit bisher nicht immer berücksichtigt wurden. Deshalb sind sie aber nicht minder gefährlich.

    Der Grund für die Berücksichtigung der neuen Faktoren sind aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, die als Ergänzung der so genannten PROCAM-Studie in die erweiterte PROCAM-Herzinfarkt-Risiko-Berechnung aufgenommen wurden.

     


    Die PROCAM Studie



    Herzinfarktrisiko-Untersuchungen in Deutschland werden zum Großteil nach dem PROCAM-Score bewertet. Die Basis hierzu liefert die PROCAM-Studie (Prospective-Cardiovascular-Münster-Studie) der Universität Münster. An ihr haben bisher mehr als 30.000 Teilnehmer in über 25 Jahren teilgenommen.

    Die Studie beobachtet und bewertet laufend den Gesundheitszustand ihrer Teilnehmer, so dass über Jahre hinweg festgestellt werden kann, welche Faktoren das Herzinfarktrisiko erhöhen.

     

    Aufgrund von Daten der PROCAM-Studie und anderer weltweiter Untersuchungen konnten in den letzten Jahren neben den klassischen Risikofaktoren weitere Merkmale gesichert identifiziert werden, die das Herzinfarktrisiko zusätzlich erhöhen. Auf den kommenden Seiten erklären wir Ihnen, welches die wichtigsten Risikofaktoren (neue und klassische) sind. Ich erörtere gerne mit Ihnen, ob diese Ihr Herzinfarkt-Risiko gegebenenfalls erhöhen und was Sie dagegen tun können. In einem gesonderten Auswertungsbogen wird dann die Frage beantwortet, ob Sie ein niedriges, mittleres, hohes oder gar sehr hohes Risiko haben.


    Die klassischen Risikofaktoren



    <typohead type="3">Alter</typohead>

    Wir beobachten eine altersabhängige direkt proportionale Zunahme des Herzinfarktrisikos, wobei bei Frauen das Risiko etwas später beginnt. Unter Berücksichtigung dieser Erkenntnisse ermöglicht die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ihren Versicherten alle zwei Jahre einen Gesundheitscheck(GU). Dabei werden allerdings zulasten der GKV nur 2 Laborparameter bestimmt: Cholesterin und Glukose. Nicht einbezogen sind so bedeutende Parameter wie LDL-Cholesterin (sog. „liederliche Fette") und Triglyceride - geschweige denn so wichtige eigenständige Risikofaktoren neuester Forschungsergebnisse wie Homocystein, Lipoprotein (a), CRP sensitiv.

    <typohead type="3">Übergewicht (Adipositas)</typohead>

    Übergewicht ist der größte Risikofaktor. Hinzu kommt, dass Übergewicht oft zusätzlich Auslöser für weitere Risikofaktoren wie hoher Blutdruck, erhöhte Cholesterinwerte und sogar Diabetes ist. Übergewicht wird mit dem „Körpermassenindex" (= Body mass index, oft „BMI" abgekürzt) erfasst. Der BMI sollte nach neuester Literatur zwischen 18,5 und 24,9 liegen. Er wird nach Gewicht und Körpergröße berechnet. In den westlichen Industrieländern wird alterabhängig zunehmend bei ca. 20% der Erwachsenen ein BMI-Index von >_ 30 festgestellt. Vielleicht stützen Sie sich auch noch auf die alte Normalgewichtsberechnung (nach Broca): Körpergewicht = Körpergröße (cm) minus 100.

    <typohead type="3">Rauchen</typohead>

    Was Rauchen bewirkt, lesen Sie mittlerweile auf jeder Zigarettenschachtel. Der Gesetzgeber hat diese Warnhinweise erzwungen und reagiert damit auf die Tatsache, dass Rauchen für etwa ein Drittel aller Herz- Kreislauf- Todesfälle verantwortlich ist.

    <typohead type="3">Positive Familienanamnese</typohead>

    Gibt es bei Verwandten 1. Grades bereits Gefäßprobleme z. B. am Herzen, evtl. sogar einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall, ein sog. Raucherbein? Das kann ein Hinweis auf eine Veranlagung sein, denn oft treten Herzinfarkte oder Erkrankungen der Gefäße gehäuft in Familien auf.

    <typohead type="3">Hoher Blutdruck (Hypertonie) </typohead>

    Hypertonie ist bei ca. 20% der Bevölkerung einer der Hauptrisikofaktoren für Gefäßerkrankungen.

     

    Hier die entsprechenden Richtwerte:

     

     

     Blutdruck mm (Hg)

    optimal 

    normal 

    Hochdruck 

    Systolisch (oberer Wert)

     < 120

     < 130

     > 140

    Diastolisch (unterer Wert)

     < 80

     < 85

     > 90

     

    Verstärkend wirkt sich aus, dass hoher Blutdruck meist zusammen mit Übergewicht, erhöhten Cholesterin- und Fettstoffwechselwerten und Blutgerinnungsstörungen auftritt.

    <typohead type="3">Blutfette </typohead>

    Die Blutfette teilen sich in verschiedene Arten auf. Gesamtcholesterin zählt zu den bekanntesten Parametern, hat jedoch als Gefäßrisikofaktor etwas an Bedeutung verloren. Andere Unterfraktionen dagegen haben hinsichtlich der Gefäßrisikobewertung an Bedeutung gewonnen: Der LDL-Cholesterinwert zählt bei Erhöhung zu den ungünstigsten Faktoren.

    <typohead type="3">Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)</typohead>

    Die Erkrankung an Diabetes steigt proportional zum Übergewicht. Die Zuckerkrankheit ist insofern ein heimtückischer Risikofaktor, da sie auch bei guter Einstellung der Werte ebenso wie bei Nichterkennung oder gar schlechter Behandlung zu Gefäßschädigungen führen kann, deren schlimmste Folge der Herzinfarkt sein kann.


    Die neuen Risikofaktoren



    Zu den wichtigen neueren Risikofaktoren gehören:

    <typohead type="3">Homocystein</typohead>

    Nach jüngsten Forschungsergebnissen ist ein erhöhter Homocystein-Wert als eigenständiger Risikofaktor mitverantwortlich für die Schädigung der Arterien. Er ist so Auslöser oder Verstärker einer Arteriosklerose, die zum Herzinfarkt führen kann.

    <typohead type="3">CRP sensitiv</typohead>

    Erst die moderne Laboranalytik schaffte die Voraussetzung, dass durch Bestimmung des sogenannten sensitiven CRP chronische Entzündungsprozesse an den Gefäßwandungen nachgewiesen werden können. Nach aktuellen Studien-Ergebnissen haben auch Herzinfarkt-gefährdete Patienten einen erhöhten Wert.

    <typohead type="3">Lipoprotein (a)</typohead>

    Lipoprotein (a) ist ein Risikofaktor, der zu den Blutfetten gehört. Seine Bedeutung wurde erst in jüngerer Vergangenheit entdeckt. Hohe Lipoprotein(a)Werte sind besonders bei Personen gefährlich, die auch hohe LDL-Cholesterinwerte aufweisen.


    Die neuen Risikobewertungen



    Bei der Vorsorgeuntersuchung und einer Bewertung nach PROCAM-Score werden die Ergebnisse der Einzelteste nach einem Punktsystem von mir als Arzt bewertet.

     

    Wir bedienen uns dabei eines speziellen Auswertungsbogens, in dem Ihre Risikokategorie ermittelt wird. Von den neueren Risikofaktoren werden dabei die besprochenen Laborparameter Lipoprotein (a), Homocystein und CRP sensitiv berücksichtigt.

     

    Mit dem erweiterten Score lässt sich die Verminderung des Herzinfarkt-Risikos gemeinsam mit Ihrem Arzt besser steuern: Denn neue Therapieempfehlungen und Ziele lassen sich jetzt gezielter der persönlichen Situation anpassen. Das gilt besonders, wenn die Änderung der Lebensgewohnheiten nicht mehr ausreicht, um das eigene Infarkt-Risiko zu senken.

     

    Eventuell sind spezielle therapeutische Maßnahmen in Form von Vitaminsubstitution/Nahrungsergänzung (B6, B12, Folsäure) bei Hyperhomocysteinämie zu erwägen.

     

    Ein Einsatz von Statinen bei erhöhten LDL-Cholesterin-Fraktionen und ggf. auch erhöhtem Gesamtcholesterin kann in Erwägung gezogen werden.


    Herzinfarktvorsorge und deren Kosten



    Sie wissen aus der täglichen Berichterstattung, dass sich in unserem Gesundheitssystem momentan viel verändert. Leider ist es zur Zeit so, dass die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) das hier beschriebene Vorsorgepaket „Herzinfarkt-Risiko" nicht bezahlt. Sie können diese Untersuchung jedoch als Individuelle Gesundheitsleistung (Wunschleistung) in meiner Praxis auf eigene Kosten durchführen lassen.

     

    Bitte, sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern. Ihr Praxisteam Dr. Cornelia Vöge-Auer

     

    Nachdruck einer Patienteninformation des Labor Limbach und Kollagen © BY LABOR DR. LIMBACH UND KOLLEGEN, HEIDELBERG

     
    Dr. med. Cornelia Vöge-Auer| Marktplatz 15| D-37574 Einbeck | Tel. +49 (0)5561 30 66| Fax: +49 (0)5561 3021
    Kontakt: E-Mail: info@voege-auer.de Webseite: www.voege-auer.de
    Berufsbezeichnung: "ARZT"; Mitglied der Ärztekammer Niedersachsen (Zulassungsnummer 08-10-291)
    Steuernr.: 12/101/033000 Finanzamt Bad Ganderheim